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Internationale Begegnung 2006

Die erste Internationale Begegnung der Albvereinsjugend war ein voller Erfolg!

Die Erlebnisse der 70 Teilnehmer aus 4 Nationen sind im folgenden Bericht nabildch zu lesen.

„Ahoj, we will treff us in Praha im next year!“. Wer so was gehört hat, stand wahrscheinlich neben der Jugendgruppe aus Tamm, als sie auf der Fuchsfarm ihre tschechischen Gäste nach einer Woche verabschiedete. Ja, der Abschied war traurig, aber auch voller Vorfreude auf den Gegenbesuch, der wohl bald stattfinden wird.

Wie Abschied? Was für ein Gegenbesuch? Ich glaube von vorne anfangen wäre am besten...

begegnung4 Also, der schwere Abschied kam zu Stande, weil beide Jugendgruppen, die aus Prag und die aus Tamm an der Internationalen Begegnung der Albvereinsjugend vom 24.06.-2.07.2006 teilgenommen haben.

Die Idee zu einer derartigen Veranstaltung entstand auf dem Fufafe 2005, als bekannt wurde, dass das Jahr 2006 bei der Albvereinsjugend unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“ stehen sollte.

Der Gedanke international gemeinsam unterwegs zu sein, war so verlockend, dass wir die zum Teil sehr anstrengende Planung auf uns nahmen und dann ein Jahr lang auf den großen Startschuss hinarbeiteten. Und was soll ich sagen, alle Mühen haben sich absolut gelohnt. Alle 70 Teilnehmer, sowohl deutsche als auch internationale erlebten eine super Woche bei der Albvereinsjugend, die sich in allen Bereichen als super Gastgeber herausstellte.

Aber jetzt bin ich schon wieder einen Schritt voraus....  Wie 70 Teilnehmer? Alle aus Tamm und Prag?begegnung3

Nein, natürlich nicht. Wir hatten außerdem eine Gruppe aus der Stadt der olympischen Winterspiele, aus Turin, und eine Gruppe aus dem hohen Norden aus Barbele in Lettland zu Gast.

Genauso wie die Tschechen für eine Woche in Tamm lebten, beherbergte die Ortsgruppe Sontheim die Letten und die Ortsgruppe Schlierbach die Italiener.

„Die Deutschen stehen viel zu früh auf“, so der O-Ton der italienischen Gruppe. Diese Erfahrung werden die Italiener auch am Startwochenende der Begegnung gemacht haben,  das in der wunderschönen Stadt Tübingen stattfand und bei dem sich alle Gruppen das erste Mal begegneten.

begegnung6 begegnung5 Dort wollten wir genau das hautnah erleben, was viele Gemeinschaftskundelehrer im Klassenzimmer meist vergeblich versuchen zu vermitteln. Wir sind alle Bürger unseres eigenen Landes, also Letten, Italiener, Tschechen und Deutsche. Aber wir alle zusammen sind auch Europäer; ein Teil von Europa also, das in der heutigen Zeit eine immer größere Rolle spielt. Dieses europäische Bewusstsein spiegelte sich auch im Motto unserer Begegnung wieder. Wir waren nämlich „Gemeinsam unterwegs für unser Europa“. Dass dieser Gedanke auf alle Teilnehmer übergesprungen war, konnte man in Tübingen sehr gut beobachten.

Nachdem die Begegnung offiziell eröffnet war und alle gemeinsam beim Deutschlandspiel mitgefiebert haben, stellten sich die einzelnen Gruppen vor. Bunte Präsentationen bewiesen, dass jedes Land einzigartig ist und ganz spezielle Besonderheiten zu bieten hat.

Beim Stadtspiel durch Tübingen wurde durch die spezielle Aufgabenstellung deutlich welches Problem sich auftun kann, wenn man aus 4 verschiedenen Ländern stammt: die Sprache.begegnung12
Hier begann was sich die ganze Woche fortsetzte und womit ich meinen Bericht auch begonnen habe. Ein munterer Sprachenmix, der jeden Englisch- oder Deutschlehrer zum schaudern gebracht hätte. So kam es nicht selten vor, dass in einem Satz 3 Sprachen benutzt wurden und wenn das nicht reichte, nutzte man Hände und Füße, was dann den Sportlehrer gefreut hätte. Irgendwie gelang es aber allen Jugendlichen aus den 4 Nationen eine Möglichkeit zu finden, sich prima zu verstehen und festzustellen, dass es spannend ist verschiedene Sprachen zu haben, dass es aber wichtig ist, sich der fremden Sprache zu öffnen.

Das Wochenende in der Jugendherberge Tübingen endete in einer „very nice Boottour“, wie einer der Letten bei der Auswertung des gesamten Projekts schrieb. Gemeint ist eine Stocherkahnfahrt auf dem Neckar, bei der sämtliche Sprachschwierigkeiten vergessen wurden. Zum Spaß haben braucht man keine Worte; und Lachen ist eindeutig europäisch!

Am Sonntagabend begann dann für unsere Gäste die Zeit in Gastfamilien. Jeweils auf eine Ortsgruppe verteilt lernten die Jugendlichen unser Ländle in all seinen Facetten kennen.

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Legoland, Mercedes Benz Museum, Freibad, Steine klopfen, Maultaschen machen, Höhle erkunden, Grillparty, Radtour, shoppen in Stuttgart und Ulm, Schulbesuch, Burg Teck, tanzen; nur ein paar Dinge, die die drei Begegnungsgruppen während ihrer unvergesslichen Woche in Sontheim, Schlierbach und Tamm erlebten.

Bei der gemeinsame Auswertung anschließend viel auf, dass alle 3 Gastgruppen begeistert von der Gastfreundlichkeit der deutschen Partner waren. Die Deutschen wären sehr freudlich, offen und zuvorkommend gewesen.

Meiner Meinung nach trug auch die Fußball WM zur super Stimmung bei. Auch unsere Gäste waren zu Gast bei Freunden und König Fußball sorgte für gute Laune überall und unter allen.

begegnung14 Da wo die Idee zur Internationalen Begegnung entstanden ist, genau da sollte auch der Höhepunkt des Projekts sein: auf dem Fuchsfarm Festival 2006, das dieses Jahr auch unter dem Motto Europa stattfand. „Tor für Europa“, so lautete das Motto, das natürlich auch stark an der Weltmeisterschaft orientiert war.

Dort trafen sich alle Begegnungsteilnehmer wieder und erlebten zusammen mit den anderen ca. 150 Teilnehmer das Jugendmitgliedertreffen der Albvereinsjugend.begegnung9

Noch einmal trumpfte die Albvereinsjugend mit genau dem auf, für das sie steht: Spaß in einer großen Gruppe, in der es egal ist wo man herkommt, was man für eine Sprache spricht oder was für Fähigkeiten man besitzt.  Das alles noch auf der Fuchsfarm, die denke ich ihres gleichen sucht. Auch wenn für manche das Wanderspiel am Samstag zum Kampf wurde, man hatte ja schließlich schon eine sehr anstrengende Woche hinter sich,  fiel die Bilanz bei unseren Begegnungsteilnehmern durchweg positiv aus. Das Fufafe war eine super Erfahrung für alle und vor allem ein würdiger Abschluss der Begegnung.

begegnung10 Zum Schluss möchte ich mich noch bei einigen Leuten bedanken, ohne die der reibungslose Ablauf und die super Bilanz der Begegnung nicht möglich gewesen wäre.

Allen voran, den Ortgruppen Schlierbach, Sontheim und Tamm, die die Gäste so freundlich aufgenommen haben und ein super Programm auf die Beine gestellt haben. Im speziellen Harald Walz und Marc Krancher, die auch an der Vorbereitung beteiligt waren und mit denen die Zusammenarbeit immer hervorragend war.

Desweiteren der Jugendgeschäftsstelle und unserem Hauptjugendwart Heiko Herbst, die unsere oft ziemlich spontanen Wünsche bestmöglich erfüllt haben und somit sehr wichtig für die Koordination des ganzen Projektes war. Ganz besonderes Dirk Briddigkeit, der sich trotz späterem Einstieg sofort mit dem Projekt identifizieren konnte, in Tübingen und auf der Fufa super Programmpunkte angeleitet hat und somit eine echte Bereicherung für uns darstellte.begegnung15

Jetzt drei Tage nach Begegnungsende sind alle internationalen Gäste wieder gut zu Hause angekommen. Und auch wenn das bei den Letten etwas länger gedauert hatte, haben auch sie sich schon gemeldet und sich noch mal für die super Woche hier in Deutschland bedankt.

Meiner Meinung nach ist die größte Bestätigung für alle, die an der Begegnung mitgearbeitet haben, dass alle deutschen Gruppen Gegeneinladungen von ihren Gästen bekommen haben. Somit wird die Begegnung im nächsten Jahr fortgesetzt und zwar in Italien, Lettland und Tschechien.