10 Jahre Umweltcamp
uc10j_2WEIDACH: „Im Bereich der Jugendarbeit, die sich mit der Umwelt befasst, haben wir erfreuliche Zuwächse, Jörg Dessecker, Leiter des Pflegetrupps vom Albverein, hatdabei maßgeblichen Anteil,“ so Peter Stoll, Ehrenpräsident des Schwäbischen Albverein. Im Wanderheim Weidacher Hütte wurde im August 2005 das 10-jährige Jubiläum des Umweltcamps der Albvereinsjugendgefeiert. Diese Freizeitmaßnahme erfreut sich bei den Jugendlichen großer Beliebtheit. Stets sind die Freizeiten ausgebucht.

  Professor Gerd Walter, ehemals Hauptnaturschutzwart des Schwäbischen Albvereins, richtete ein Grußwort an die rund 200 Besucher. Er dankte Jörg Dessecker, der das Camp seit 10 Jahren leitet, für dessen Engagement. In dieser Zeit ist es gelungen, die Teilnehmer an das Thema Natur und Umwelt heranzuführen. So stehen vor allem auch praktische Pflegeeinsätze auf dem18 Programm, wie beispielsweise das Mähen von Wacholderheiden, und der Abtransport des Mähgutes. Aufstehen um 4.00 Uhr heißt es, wenn die Tiere des Waldes beobachtet werden sollen. Viel Spaß machen auch das Bauen von Flößen und das Fahren mit ihnen auf der Blau. Gerne wurde auch ein Wildbienenhaus aus Naturmaterialien gebaut, welche am Wanderheim aufgestellt wurde.

Ehrenpräsident Peter Soll überbrachte die Grüße der Vereinsspitze. Er sieht in dem Engagement von Dessecker ein Angebot des größten europäischen Wandervereins, die praktische Umweltarbeit den Jugendlichen nahe zu bringen. „In einer Zeit, in der die Jugend immer mehr von der Natur entfernt ist, eine sinnvolle Aufgabe,“ so Stoll. Er ermunterte Dessecker so weiter zu machen.
Über die praktischen Pflegeeinsätze gab ein beim diesjährigen Camp gedrehter Film einen Einblick. Er zeigte den Teilnehmern wie sie der Verbuschung zu Leibe rückten. Gut angekommen ist auch die Übernachtung in einer Scheune mit Stroh. Interessant war auch das Sammelnvon Pilzen, die ausschließlich unter fachmännischer Kontrolle verspeist wurden.

uc10j_1 Heiko Herbst, Hauptjugendwart der Schwäbischen Albvereinsjugend, betonte in seinem Grußwort insbesondere den hohen pädagogischen Wert der Freizeit. Jugendliche müssen lernen, miteinander auszukommen. Die Arbeit in der Gruppe macht Spaß . Man hat das Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben. Herbst dankte den Betreuern für ihre Arbeit und zeichnete Gudrun Kottwitz, Michael Ehrhardt und Jochen Schäfer für ihre Arbeit aus.„Die Vermarktung der landwirtschaftlichen Produkte vor Ort ist mir wichtig“, so Dessecker. Deshalb gab es Rote aus Schaffleisch. Die angebotenen Maultaschen enthielten Schafbrät. Den Albvereinlern hat es gut geschmeckt. Auch 2006 gibt es wieder ein Umweltcamp des Schwäbischen Albvereins.

Gaupressewart
Helmut Mager