Bericht vom Sommermärchen 2007

„Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen….“ 

 

So schallte es aus über 50 Kehlen durch den Burghof der Derneck. Dieses Lied begleitete uns durch die Freizeit „Burg Derneck, ein Sommermärchen“, die dieses Jahr zum ersten Mal von 24.08. bis 01.09.2007 stattfand.
Die Freizeit hatte getreu dem Jahresmotto der Albvereinsjugend „soziales und demokratisches Handeln“ einen integrativen Charakter, da die Teilnehmer unserer Partnerfreizeit (Offene Hilfen der BruderhausDiakonie) eine geistige bzw. körperliche Behinderung haben.


Während dieser Woche haben wir verschiedene gemeinsame Unternehmungen passend zu unserem Freizeitthema „Märchen“ veranstaltet.
Bei unserem ersten Treffen konnten sich die Kinder bei märchenhaften Fallschirmspielen kennen lernen. Am Abend wurden bei leckeren Würstchen und Stockbrot am Lagerfeuer die Kontakte intensiviert. Natürlich durfte beim Ausklang des Abends die Gitarre und unser Freizeitlied „Wir wollen aufstehen aufeinander zugehen“ von Sven Schumacher nicht fehlen.

Unsere zweite gemeinsame Aktion war eine Wanderung zur so genannten Märchenwiese, auf der die Teilnehmer beider Freizeiten in Gruppen die einzelnen Stationen der Märchenolympiade bewältigen mussten. Es wurden Erbsen im Heu gesucht, Sterntaler gefangen und ein Tischlein sollte möglichst kreativ gedeckt werden.

Zum Abschluss haben wir uns zur Märchendisco verabredet, bei der viele Tanzbeine und Rollstuhlräder geschwungen wurden.

Die gemeinsamen Aktivitäten waren zusammen mit dem Leiter der Partnerfreizeit Reiner Fritz geplant. Dabei war uns wichtig, dass die Begegnungen der Kinder offen und ungezwungen stattfinden, so dass jeder Teilnehmer für sich entscheiden kann, wie intensiv er die Kontakte gestaltet.
Die Treffen mit den Kindern der Partnerfreizeit riefen bei den Teilnehmern des Sommermärchens ganz unterschiedliche Reaktionen hervor: Einige interessierten sich für die Entstehung des Down-Syndroms, andere waren verwundert über das laute Mitklatschen einer behinderten Teilnehmerin beim gemeinsamen Singen und so mancher zeigte sich beeindruckt über die Originalautogramme der VFB-Spieler auf dem Rollstuhl eines körperlich behinderten Jungen.

Bei der Nachbesprechung der Freizeit waren wir uns einig, dass wir unsere Planung umsetzen konnten und die Reaktionen der Kids fast durchweg positiv waren.
Daher können wir von einer gelungen Freizeit sprechen, bei der auch wir Betreuer Erfahrungen gemacht haben die wir auf keinen Fall missen möchten. Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn wir im nächsten Jahr wieder: „Aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen miteinander umzugehen“.

Jessica Bechtel