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VorOrt-Training in Mainhardt 2007

Termingleich (24.11.2007) mit dem VOT im Donau-Bussen-Gau, fand auch ein VOT mit Dirk Briddigkeit im Hohenloher Gau statt. 

   

Erlebnispädagogik – Lehrgang im Hohenlohe Gau
mit „Alten Hasen“ und „Frischlingen“


Herbst Winter 2007 (143).JPGSeit 5 Jahren findet regelmäßig unter großer Beteiligung ein Vororttraining im Hohenlohegau statt. In diesem Jahr zeigte uns Bildungsreferent Dirk Briddigkeit ausschließlich in praktischen Übungen, was das Thema Erlebnispädagogik bedeutet.

Von Anfang an war Action angesagt. Die Gruppenmischung war perfekt. Zur Hälfte waren „Alte Hasen“ aus der Jugendarbeit dabei, die andere Hälfte bestand aus „Frischlingen“. Und da machte sich bemerkbar, dass man so einen Lehrgang aus unterschiedlicher Sicht sehen kann.


Juliane und Matthias (beide 15 Jahre und zum ersten Mal dabei): „Jetzt müssen wir gleich mal sagen, das sich „Frischlinge doof anhört, dann lieber „Engagierte Jugendliche“. Das hat man doch schon im ersten Spiel gesehen. Wer hat sich denn mit den Schaumstoffschlägern geschlagen. Das waren doch nur wir Jugendlichen. Hat ganz schön gefetzt.“


Ria und Heidi ( die Mamas der Beiden, seit Jahren Jugendleiter): „Stimmt, das Spiel war nichts fürHerbst Winter 2007 (132).JPG uns. Da hat uns die Einstellung gefehlt, wer haut sich schon gerne mit anderen. Dafür gingen wir sehr abgeklärt ans nächste Spiel. Alle zusammen sollen einen Bambusstab auf Schulterhöhe zum Schweben bringen. Wie viel Zeit braucht ihr für die Vorbereitung und wie viel für die Durchführung, fragt Dirk. Wo bitte soll da die Schwierigkeit sein? Da brauchen wir 2 Minuten.“ (Weit gefehlt)

Matthias: „Die „alten Hasen“ haben sich ganz schön verschätzt. Ich hab von Anfang an gesagt wir brauchen mindestens eine halbe Stunde. Aber das haben sie total abgetan. Im Endeffekt haben wir 90 Minuten und viele Anläufe gebraucht bis es endlich geklappt hat, übrigens unter meinem Kommando.“

Ria und Heidi: „Ja da konnten wir tatsächlich noch dazulernen. Wir waren zu sehr auf unsere Person fixiert, wir sind ja Profis, und mussten lernen im Team zu arbeiten. Der Nachwuchs war überlegter und teamfähiger. Sind wir als alte Jugendleiter schon so ans Kommandieren gewöhnt?“

  Dies nahmen wir uns zu Herzen und nach der Mittagspause als es nach draußen ging, machten wir als perfektes Team weiter.

Herbst Winter 2007 (142).JPGJuliane und Matthias: „Bei den Teamspielen draußen haben wir super zusammengearbeitet. Es war richtig toll! Bei den Warm – Up – Spielen hatten die Älteren zwar etwas Schwierigkeiten mitzuhalten, aber bei der Überquerung des Schokoladenflusses ging es Hand in Hand. Als ich (Matthias) beim nächsten Spiel auf Zeit über die Stäbe balanciert bin, war ich mir sicher, dass mich die Anderen nicht abstürzen lassen und so haben wir eine Rekordzeit aufgestellt.“

Ria und Heidi: „ „Fangerles“ mit Jungen ist total anstrengend, das ging an die Puste, aber trotzdem war es lustig. Außerdem möchten wir betonen, dass auch Andi über die Stäbe ging und der kommt aus unserer Altersklasse und beim Zeitschätzen hatten wir  dieses Mal die Nase vorn. Überhaupt klappte die Zusammenarbeit von Aktion zu Aktion besser. Mit logistischen Fähigkeiten ging es ans nächste Spiel. Ein Ball musste auf einem an Fäden befestigten Stern von einerHerbst Winter 2007 (161).JPG Flasche zur anderen Flasche transportiert werden. Problem: Die, die an den Fäden zogen, konnten nichts sehen, ihre Hintermänner durften ihnen nur durch Körperberührung Zeichen geben und 4 Stück durften reden. Aber, aus dem Tag hatten wir gelernt. Vorbereitung ist alles! Wir gaben uns genügend Zeit und lösten die Aufgabe, dank Bettinas ruhigen Anweisungen (und zu Dirks Verblüffung) aufs erste Mal. Wir waren selbst total baff, kein Vergleich zum Vormittag.

Juliane: Das Vertrauen stieg von Spiel zu Spiel. Ich kannte nun die Leute und so war es für mich keine Frage, dass ich den „freien Fall“ vom Tisch mache. Rückwärts ließ ich mich in die Arme meiner Gruppe fallen. Für mich ein Sprung ohne Angst., es hätte ruhig höher sein dürfen.“

Herbst Winter 2007 (154).JPGRia: „Was meine Tochter kann, kann ich auch. Aber ich gebe zu, ich hatte Angst. Aber das Vertrauen zum Team war größer und danach war es ein super Gefühl.“

Juliane und Matthias: „Ein Lob an den tollen Dirk. Es war unser erster Lehrgang und es war ein voller Erfolg. Wir hatten unheimlich viel Spaß und haben jede Menge nette Leute kennen gelernt. Wir machen beim nächsten Lehrgang auf  jeden Fall wieder mit.“

Ria und Heidi: „Spielen macht Spaß! Außerdem haben wir wieder gemerkt, das man nie auslernt. Neue Ideen mitnehmen, andere Jugendleiter aus dem Gau treffen, die Zusammenarbeit zwischen „Jung und Alt“, Dirks motivierende Art, es war rundum perfekt! Auch wir werden beim nächsten Mal wieder mit von der Partie sein.

 

PS. Weitere Fotos vom VorOrt-Training in Mainhardt gibt`s in der Bildergalerie unter "Fortbildungen"